Lebenslinie

Hier wird der bisherige eigene Werdegang der Klientin/des Klienten betrachtet und es erfolgt eine Auseinandersetzung mit persönlichen und prägenden Ereignissen (Krisen, Neustarts, Abbrüche, Erfolge …).
In der Phase der Neuorientierung ist es hilfreich, genau auf die eigene Lebensgeschichte zu schauen, um neue oder auch vertraute Wege zu entdecken und zu beschreiten.

Achtsamkeit

Bei der Arbeit mit Achtsamkeits- oder auch Balance-Modellen geht es um die Selbstbeobachtung und -hinterfragung, mit dem Ziel des Findens der eigenen Balance zwischen bspw. Leistung (Arbeit, Beruf, Weiterbildung, Erfolg, Finanzen), Körper (Körper-Ich-Gefühl, Wahrnehmung, Gesundheit), Kontakt (Familie, soziale Kontakte, soziales Engagement) und Zukunft (Visionen, Werte, Sinn des Lebens, Religion).

Aktivierung

Die Eigenarten/Problemanteile der Klientin/des Klienten werden als positive Ressource genutzt. Belastungen und Probleme werden hierbei persönlichen Kraftquellen und Potenzialen gegenübergestellt. Des weiteren werden erfolgreiche Fähigkeiten und Unterstützungssysteme der Klientin/des Klienten erkannt und auf die aktuelle Problemsituation übertragen.

Metaphern

Metaphern können Wort- bzw. Sprachbilder (Symbole, Geschichten …) sein, welche Aspekte vergangenen oder zukünftigen Lebens darstellen. Zur Beschreibung von Situationen und Personen eignen sie sich, zeigen Perspektiven auf und können die Klientin/den Klienten dadurch mobilisieren.

Der Fischer

Nachdem der Fischer seinen täglichen Fang zum Markt gebracht hat, sitzt er am Strand und blickt auf das Meer.
Ein Tourist fragt ihn, warum er nicht einen Kredit aufnehme. Dann könne er einen Motor für sein Boot kaufen und das Doppelte fangen. Das brächte mehr Geld für einen zweiten Mann ein. Zweimal täglich auf Fang bedeute das Vierfache zu verdienen. Warum er eigentlich so herum trödele? Auch ein weiteres Boot wäre zu beschaffen. Einen Stand auf dem Markt, Angestellte, ein Fischrestaurant, eine Konservenfabrik!
Dem Touristen leuchten die Augen.
„Und dann?“ unterbricht ihn der Fischer.
„Dann brauchen Sie nichts mehr zu tun. Dann können Sie den ganzen Tag glücklich auf das Meer hinaus blicken!“
„Aber das tue ich jetzt doch auch schon“, sagt der Fischer.

nach: Heinrich Böll, Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral. In: Robert C. Conrad (Hg.): Heinrich Böll. Kölner Ausgabe. Band 12. 1959-1963 (Kiepenheuer&Witsch, Köln 2008)

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